Meuspath - Geschichte des Ortes

Meuspath und der dazugehörige Krebsbacher Hof haben trotz der engen Verbundenheit mit der Nürburg auch ihre Eigengeschichte. Bei der Deutung des Ortsnamens wird man Meuspath von dem althoch- bzw. mittelhochdeutschen Wort „Muspach“ herleiten. „Mus“ bedeutet „Mos = Sumpf“, somit ist Meuspath die Siedlung am Sumpfbach.

Die Geschichte von Meuspath reicht fast soweit zurück wie auch die Geschichte der Nürburg. Der erste schriftliche Beleg findet sich in einer Urkunde aus dem Jahre 1202, in der ein Balduin von Meuspath als Zeuge die Auflistung der Güter der Nürburger Kirche mit unterzeichnet. Demnach ist anzunehmen, daß zu dieser Zeit schon eine Siedlung Meuspath bestanden hat, zumindest aber ein Herrenhof der Nürburg . Weitere Urkunden aus den Jahren 1216 oder 1422 sowie die Akten der Burgmänner der Nürburg von 1341 - 1731 belegen dies. Wie alle Bewohner des kurkölnischen Amtes Nürburg hatten auch die Meuspather für die Grafen und später die Burgherren Dienste zu verrichten und Abgaben zu leisten. Die heute noch im Ortbereich existierende Straßenbezeichnung „Zehntweg“ mit der dazugehörigen „Zehntscheuer“ erinnern an diese Zeit. Dieses geltende Recht wurde in den „Nürburger Weistümern“ festgehalten. So mußten z.B. die Bewohner von Meuspath Land kultivieren, die Hafersaat ausfahren oder Brandholz für die Nürburg herbeifahren.

Meuspath, früher immer zum kurkölnischen Amte Nürburg gehörend, bildete später, mit Beginn der preußischen Verwaltung 1815, eine Gemeinde mit Drees und gehörte zur Bürgermeisterei Kelberg, diese wiederum zum Kreis Adenau. 1830 erscheint Meuspath als Weiler „Meusbich“ mit 66 Einwohnern und 1 Krammarkt ,dazu „Kribsbach“ mit 11 Einwohnern. Zur Bevölkerungsentwicklung sagt die Statistik:
o 1846 hatte Meuspath 94 Einwohner
o 1871 -- 77 E.
o 1905 -- 114 E.
o 1950 -- 182 E.
Der Krebsbacher Hof, zur Gemeinde Meuspath gehörend, war ein ehemaliger ritterschaftlicher Hof mit einer Kapelle. Dort residierten zeitweise Burgmannen und Schultheißen des Amtes Nürburg. 1440 wird Krebsbach als Lehen derer von Daun erwähnt. 1653 kauft ein „Johann Breuer“ den Hof mit der Kapelle vom Grafen „Ernst von der Mark“.Die Kapelle trägt über der Eingangstür die Jahreszahl 1702, ist aber älter. 1563 wird sie als „unser liever Frawen altair in der neuwer Kirchen“ erwähnt. 1650 wurde sie zu Ehren der allerseligsten Jungfrau Maria und des hl.Georg benediziert. Im 18.Jh. war die Vikariekapelle lange Zeit sogar Pfarrkirche der Pfarrei Nürburg. In den 1980-er Jahren und 2010/2011 sind umfangreiche Renovierungsarbeiten dort getätigt worden, sodaß auch wieder Gottesdienste stattfinden können.